Seit dem 31. Januar 2019 ist das neue Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur als umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes in Betrieb gegangen. Inzwischen ist das Portal umfangreich in Betrieb. Wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) kürzlich mitteilte, wurden jedoch bislang nur etwa 1,1 Millionen von schätzungsweise insgesamt 1,8 Millionen Bestandsanlagen registriert. Die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) sieht für Bestandsanlagen, die vor dem Start des MaStR in Betrieb gegangen sind, grundsätzlich eine zweijährige Übergangsfrist ab Start des Webportals am 31.01.2019 vor.

Diese Frist endet mit Ablauf des 31.01.2021.

Anlagenbetreibern, die bis Ende Januar 2021 nicht registriert sind, droht wegen der Verletzung der Meldepflichten ein vorläufiger Auszahlungs-Stopp ihrer Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) sowie eine endgültige Förderreduzierung. Anschlussnetzbetreiber müssen diese Zahlungsaussetzung umsetzen.

Der Netzbetreiber (NB) hat deshalb u.a. die Pflicht innerhalb der vorgegebenen Fristen für ihm zugeordnete Anlagen und Erzeugungseinheiten eine Netzbetreiberprüfung (NBP) durchzuführen. Hierbei sind vielfältige Stammdaten zu prüfen, zu ergänzen und ggf. Korrekturen vorzuschlagen, für alle Bestandsanlagen als auch für jede Neuanlage. Viele Netzbetreiber stellen nun fest, dass diese Aufgabe doch sehr umfangreich und zeitaufwändig ist und suchen nach Möglichkeiten den Prozess so weit wie möglich zu automatisieren.

ENERGY4U beschäftigt sich seit 2016 mit dem Markstammdatenregister und den Auswirkungen auf die Netzbetreiber und deren IT-Systeme wie SAP IS-U (SAP for Utilities). Wir haben für die Prozesse rund um die Netzbetreiberprüfung die Lösung „E4U Marktstammdatenregister 4 Utilities“ (kurz MaStR4U) entwickelt. Sie hat das Ziel den Prozess per WebService-Kommunikation zu unterstützen und eine größtmögliche Automatisierung herbeizuführen. MaStR4U basiert auf der CommonLayer Technologie mit Klärfällen und BadIs für Kundenerweiterungen sowie ein mächtiges Cockpit für die Massenbearbeitung. Eine tiefe Integration in das EEG Billing mit Erzeugungseinheiten ist ebenfalls vorhanden, jedoch nicht zwingend erforderlich, falls SAP EEG Billing nicht im Einsatz ist.

ENERGY4U entwickelt die Lösung MaStR4U in engem Austausch mit der Bundesnetzagentur und unterstützt über 45 WebServices, um eine umfangreiche Abbildung der Netzbetreiberprüfung aus dem SAP IS-U heraus zu ermöglichen. Diese WebService-Abrufe können auch im Kontext Redispatch 2.0 genutzt werden, wofür ENERGY4U einen zusätzlichen Lösungsbaustein bereitstellt.

Im Webinar stellt ENERGY4U die Rahmenbedingungen sowie die Lösung vor und informiert über die neusten Entwicklungen dazu.


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